FCN schafft optimale AusgangspositionEs ist ein denkwürdiges Spiel gewesen, das Derby am Montagabend zwischen dem FC Nöttingen und dem ASV Durlach. Eines, das seinen Platz in den Geschichtsbüchern des Vereins finden wird. Eines, das die meisten der insgesamt 1412 Zuschauer im Remchinger Panoramastadion zufriedenstellte – abgesehen von den mitgereisten Durlach-Fans und dem Dutzend Waldhof-Anhänger, die versucht hatten, den gastgebenden FCN mit
niveaulosen Zwischenrufen zu verunsichern.
Die Nöttinger Spieler gaben die Antwort auf dem Platz und fegten den als Absteiger in die Verbandsliga feststehenden ASV mit 9:1 aus dem Stadion. „Neun Treffer in einem Spiel – das gab es so noch nicht“, erklärte Dirk Steidl, der Vorstandsvorsitzende des FCN, gestern. Noch nie zuvor in der inzwischen langjährigen Oberliga-Historie des Clubs haben die Lila-Weißen einen Gegner so dominiert wie am Montagabend. Dabei benötigte die Mannschaft von Trainer Michael Wittwer nicht einmal eine Glanzleistung, um die Tabellenführung vom SV Waldhof Mannheim zurückzuerobern.
„Wir haben es dem FCN sehr einfach gemacht, weil wir nicht aggressiv genug waren. Mir fehlen ein bisschen die Worte, weil ich meiner Mannschaft solch einen Auftritt gar nicht zugetraut hätte“, hatte Durlach-Coach Rainer Krieg unmittelbar nach Spielende auf der Pressekonferenz kritisiert, ehe er fast mit dem selben Atemzug seinen Rücktritt bekanntgab.
Grund für die desolate Leistung der ASV-Kicker könnte sein, dass versprochene Gelder durch die Vereinsführung seit Monaten nicht ausbezahlt wurden. Nach PZ-Informationen hatten die Spieler des Tabellenvorletzten sogar über einen Boykott der Begegnung in Nöttingen nachgedacht, sich dann aber kurzfristig entschlossen, doch anzutreten
Bessere TordifferenzBeim SV Waldhof Mannheim ist man gestern enttäuscht über das Verhalten der Durlacher gewesen, das zur Wettbewerbsverzerrung im Zweikampf um den Titel und den Aufstieg in die Regionalliga führen könnte. Zwei Spieltage vor dem Ende der Saison sind die Mannheimer mit einem Punkt Rückstand zwar immer noch Zweiter, der FC Nöttingen verfügt nach dem jüngsten 9:1-Erfolg nun aber über die bessere Tordifferenz (+46 im Gegensatz zu +42), was vorher nicht der Fall war.
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