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Hier ist Platz für Themen, die Mannheim und/oder die Kurpfalz betreffen.

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Beitragvon Die_Gulaschpolizei » 04.11.2023, 01:29

Das ist nichts anderes als ein Totschlagargument. Komischerweise wird derartiges meistens von denjenigen vorgebracht, die sich entweder auf den Schlips getreten fühlen oder selbst nix auf die Reihe bringen.
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Beitragvon Gaddestädtler » 04.11.2023, 07:21

Die_Gulaschpolizei hat geschrieben:Ich gehe eher nicht davon aus, dass es irgendeinen Politiker gibt, der nicht von vorne bis hinten lügt bzw., wenn die Kacke mal am dampfen ist, sich eben "nicht erinnern kann". Das einzige, dass diese ganzen Typen - und Typinnen - können und gelernt haben ist das blaue vom Himmel zu schwafeln und dabei zu lügen das sich die Balken biegen. Wer sich auf solcherlei Zeugs verlässt der ist verlassen.

"Versprochen ist versprochen!" - und hinterher heißt es "Man wird sich ja nochmal versprechen dürfen...".


Solche Ämter ziehen von vorne rein einen „besonderen“ Schlag Mensch an. Welcher normale Mensch will sich sowas denn geben? *0103*

Während der ältere Herr spitze und lustige Fragen stellt, und CumEx natürlich eine unfassbare Sauerei ist (sowas würde mMn deutlich mehr Empörung verdienen wie z.B. Flüchtlinge oder Maßnahmen zum Klimaschutz, aber ist halt einfacher auf arme Teufel oder Aktivisten einzustiefeln als auf die Elite), ist das Video absoluter Schund aus Halbwahrheiten und Clickbait
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Beitragvon Richie Naawu » 04.11.2023, 10:37

Die_Gulaschpolizei hat geschrieben:Das ist nichts anderes als ein Totschlagargument. Komischerweise wird derartiges meistens von denjenigen vorgebracht, die sich entweder auf den Schlips getreten fühlen oder selbst nix auf die Reihe bringen.

Fühle mich weder auf den Schlips getreten, noch bin ich ein großer Scholz-Freund. Den CumEx-Skandal finde ich ebenso skandalös.
Aber dieses allgemeine Politiker-Bashing ("Alle Politiker sind Pfeifen") geht mir gehörig auf den Senkel. Gerade wenn sie von Leuten kommt, die oft selbst ihr Leben nicht auf die Reihe bekommen. Leute, due ausschließlich nur zum eigenen Vorteil Politiker werden, mag es geben, aber sind mMn immer noch zum Glück Einzelfälle.
Das alles mal abgesehen von der Aufmache des Videos durch diesen Typen mit seinem Telegram-Kanal.
Man darf jetzt nicht alles so schlecht reden, wie es war.... (Fredi Bobic)
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Beitragvon Die_Gulaschpolizei » 04.11.2023, 12:48

Ja, das Einzige, dass noch erbärmlicher ist als die Politikerkaste sind derartige Videos. In der Tat astreines Fremdschämmaterial...
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Beitragvon cfinest1985 » 04.11.2023, 13:08

Interessant ist in erster Linie, dass durchweg bessere Fragen gestellt wurden als Habeck in der Uni Highdelberg wo die ihn die künftigen DAX und Dow CEOs gleich mal gefragt haben, warum er denn nicht gendere.
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Beitragvon abfahrer » 12.10.2025, 12:45

Jetzt muss ich mal den Armani machen :mrgreen:
Bin über den Artikel auf der MM Facebook Seite gestoßen, wäre jemand so nett den einzustellen? Danke

Waldhof-West soll kein „Lost Place“ werden

LU hat leider das gleiche Problem (Hemshof/Nord, Teile der Innenstadt Mitte/Süd) - eine schlimme Entwicklung :?
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Beitragvon Moere74 » 13.10.2025, 10:51

Waldhof-West soll kein „Lost Place“ werden

Müll, Ratten, Lärm und schwierige Wohnverhältnisse – aus dem Mannheimer Stadtteil Waldhof-West hat es schon viele Hilferufe gegeben. Jetzt präsentiert die Stadt ein Maßnahmenpaket.

12.10.2025
Von
Timo Schmidhuber


Waldhof-West. Auf Gehwegen abgestellter Sperrmüll sowie achtlos weggeworfener Abfall, der Ratten anzieht. Dazu immer wieder heruntergekommene Häuser mit Wohnungen, in denen Menschen aus Bulgarien und Rumänien unter teils schwierigen Bedingungen leben. Und das alles in einem Stadtteil, in dem es vergleichsweise wenige Läden und andere Begegnungsmöglichkeiten gibt. Schon lange gibt es Hilferufe aus dem Stadtteil Waldhof-West, die Lebens- und Wohnqualität dort zu verbessern. Zuletzt hatte sich der Bezirksbeirat erneut an die Verwaltung gewandt. Die plant jetzt eine Reihe von Maßnahmen, die Tobias Vahlpahl in der jüngsten Sitzung des Gremiums vorstellte. Er ist der Leiter der städtischen Koordinierungsstelle Quartiermanagement.

Unter anderem ist vorgesehen, den seit Jahren geschlossenen Seniorentreff in der Oppauer Straße 40 „sehr zeitnah“ wieder zu öffnen, Vahlpahl rechnet mit einem Start „in den nächsten ein bis zwei Monaten“. Außerdem soll es speziell für Zuwanderer aus Südosteuropa zumindest zeitweise Beratungsangebote geben. Geplant ist, dass Mitarbeiter des Projekts „Move on“ an manchen Tagen auch auf dem westlichen Waldhof unterwegs sind.

Das von Caritas, Diakonie und Arbeiterwohlfahrt (Awo) getragene Projekt informiert Zugewanderte in deren Muttersprache über Hilfsangebote für die erste Zeit nach dem Ankommen in Mannheim. Auch die Integrationslotsen, die sich zum Beispiel in der Neckarstadt-West oder im Jungbusch besonders um die Eingliederung von südosteuropäischen Familien kümmern, werden laut Vahlpahl tageweise auf den westlichen Waldhof kommen.

Ein weiterer Teil des Pakets ist nach Angaben des Quartiermanagers, Begegnungsmöglichkeiten im Stadtteil zu schaffen. Dazu ist zum Beispiel ein Stadtteilfest geplant. Der Kleintierzuchtverein Goggelrobber und die Bürgerinitiative Waldhof-West hätten bereits ihre Unterstützung zugesagt, freut sich Vahlpahl. Darüber hinaus sei es wichtig, Stellen im Stadtteil wie den Roggen-, Weizen- und Herbergerplatz so zu gestalten, „dass es zur Kommunikation anregt“. Er schlägt außerdem vor, auch im westlichen Waldhof ein Quartiermanagement einzurichten. Das allerdings kostet Geld, und es ist auch ein Beschluss des Gemeinderats dafür nötig.

Experte: „Sozialer Druck“ in Waldhof-West

Der Stadtteil habe verschiedene Schwierigkeiten, erläutert Vahlpahl. Es herrsche ein „sozialer Druck“ durch eine „breite Spreizung zwischen alteingesessener und zugezogener Bevölkerung“. Zur alteingesessenen Bevölkerung gehörten auch viel Deutsche mit Migrationshintergrund, die schon in der zweiten oder dritten Generation hier lebten. Bei den Zugezogenen handle es sich in erster Linie um „Armutszuwanderung aus Bulgarien und Rumänien“.

Im Stadtteil seien viele Gebäude sanierungsbedürftig, berichtet der Experte. Wenn die allerdings modernisiert würden, stiegen auch die Mieten. Viele der jetzigen Bewohner könnten sich das dann nicht mehr leisten.

Waldhof-West ist laut Statistik der Mannheimer Stadtteil mit dem zweithöchsten Ausländer-Anteil und dem höchsten Anteil von Menschen unter 21 mit Migrationshintergrund - er hat also auch eine sehr junge migrantische Bewohnerschaft. Außerdem gibt es hier die dritthöchste Arbeitslosenquote und die zweithöchste Wegzugsrate in einen anderen Mannheimer Stadtteil. Letzteres ist aus Sicht von Vahlpahl „alarmierend“ und deute darauf hin, „dass hier eine Art von Verdrängung passiert“.

Mülldetektive zeigen in Waldhof-West erste Wirkungen, reichen aber nicht aus

Der Bezirksbeirat hatte von der Verwaltung gefordert, ein Quartiermanagement für Waldhof-West aufzubauen. Außerdem wünscht sich das Stadtteilgremium „konzertierte Aktionen über die verschiedenen städtischen Fachbereiche hinweg, die gezielt soziale, ordnungspolitische und städtebauliche Aspekte verknüpfen und konsequent gegen die Müllablagerung vorgehen“. Gerade beim Dauerthema Müll zeigten Sanktionsmaßnahmen wie der Einsatz der sogenannten Mülldetektive zwar erste Wirkungen. Sie reichten aber nicht aus.

Das Gremium pocht jetzt darauf, dass die guten Ideen auch umgesetzt werden. SPD-Bezirksbeiratssprecher Stefan Höß ist besonders die Einführung des Quartiermanagements wichtig, wie es in Waldhof-Ost von der Awo bereits betrieben werde. Das dürfe nicht an den derzeit leeren Kassen der Stadt Mannheim scheitern, betont er. „Sonst wird der westliche Waldhof zum Lost Place.“ Die Aufgabe eines solchen Quartiermanagements sieht der Sozialdemokrat unter anderem darin, die Bevölkerung für Themen wie Sauberkeit und die Vermeidung von Lärm zu sensibilisieren.

CDU-Sprecherin Helga Schlichter freut sich, „dass die Stadtverwaltung viele der Anregungen des Bezirksbeirats aufgegriffen hat“. Jetzt sei es allerdings wichtig, „schnell ins Tun zu kommen“. Die Bevölkerung erwarte das - das habe auch die mit rund 50 Personen sehr großen Zahl an Bürgern gezeigt, die zur jüngsten Bezirksbeiratssitzung gekommen seien. Mit Blick auf die leeren Kassen der Stadt Mannheim treibt aber auch sie die Sorge um, dass gar nichts passieren könnte. Das, betont Schlichter, wäre schlimm für den Stadtteil.
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Beitragvon abfahrer » 05.11.2025, 18:19

Top! Vielen Dank. Es gibt heute einen weiteren Bericht im MM -> Kein „Lost Place“: So will die Stadt Waldhof-West helfen
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