Ein Banner, eine Botschaft: Clodoaldo Avila bringt Ketsch wieder ins Rampenlicht
Seit Jahren reist Clodoaldo Avila mit seinem Ketsch-Banner zu den Spielen der deutschen Nationalmannschaft. Mit Herz und Heimatliebe bringt er so die kleine Gemeinde immer wieder auf die große Fußballbühne.
Ketsch. Es ist längst mehr als nur ein Stück Stoff. Es ist ein Symbol für Heimatverbundenheit, Leidenschaft und unerschütterliche Fußballliebe. Auch beim gestrigen Auftaktspiel der deutschen Nationalmannschaft war es wieder zu sehen: das weltbekannte Ketsch-Banner von Clodoaldo Avila.
Zum wiederholten Male richteten sich die Kameras auf die Tribünen – und wieder tauchte zwischen tausenden Fans der Name einer kleinen Gemeinde in der Kurpfalz auf. „Ketsch“ stand dort, gut sichtbar für Millionen Fernsehzuschauer. Hinter dem Banner steht seit vielen Jahren ein Mann, der für seine Leidenschaft keine Mühen scheut: Clodoaldo Avila.
Fußballverrückter Ketscher hält die Fahne hoch
Der fußballverrückte Ketscher ist längst eine feste Größe in der deutschen Fußball-Berichterstattung. Ob Europa- oder Weltmeisterschaften, Länderspiele der Männer oder Frauen – wo die deutsche Nationalmannschaft spielt, ist Clodoaldo oft nicht weit. Bereits 2012 bei der Europameisterschaft in der Ukraine feierte sein Banner internationale Premiere. Zwei Jahre später tanzte die Ketscher Fahne bei der Weltmeisterschaft in Brasilien Samba und war in Recife ebenso präsent wie an den Stränden von João Pessoa.
Seitdem hat Avila unzählige Stadien besucht, tausende Kilometer zurückgelegt und dabei stets seine Heimat im Herzen getragen. Während andere Fanartikel zeigen, präsentiert er stolz den Namen seiner Wahlheimat. So wurde der Schriftzug „Ketsch“ zu einem unverwechselbaren Markenzeichen auf den Tribünen dieser Welt.
Bürgermeister, Fußballfans und viele Ketscher verfolgen inzwischen vor jedem Spiel dieselbe Tradition: Sie suchen zuerst das Banner. Denn wenn es irgendwo im Stadion hängt, dann ist Clodoaldo Avila nicht weit. Seine Beharrlichkeit und seine Leidenschaft haben ihn zu einem außergewöhnlichen Botschafter der Enderlegemeinde gemacht.
Auch dem SV Waldhof ist er treu
Dabei ist der 51-Jährige alles andere als ein Selbstdarsteller. Im Mittelpunkt stehen für ihn nicht Aufmerksamkeit, sondern die Liebe zum Fußball, zu seiner Heimat Ketsch und zu seinem Herzensverein, dem SV Waldhof Mannheim. Seit Jahrzehnten hält er dem Waldhof die Treue – unabhängig von Liga oder Tabellenplatz.
Dass das Ketsch-Banner nun erneut beim Auftaktspiel der deutschen Mannschaft zu sehen war, ist deshalb weit mehr als eine Randnotiz. Das Banner ist inzwischen zu einem festen Bestandteil vieler Länderspiele geworden und bringt den Namen Ketsch regelmäßig auf die Bildschirme von Millionen Fußballfans.
Während Spieler kommen und gehen, Trainer wechseln und Turniere vergehen, bleibt eines konstant: Wenn Deutschland spielt, hält Clodoaldo Avila die Fahne für Ketsch hoch. Mit Herz, Leidenschaft und einer Heimatliebe, die ihresgleichen sucht.
Und so blickten gestern wieder viele Ketscher stolz auf ihre Bildschirme. Denn für einen kurzen Moment war ihre Gemeinde erneut auf der größten Fußballbühne Europas vertreten – dank eines Mannes, der seit Jahren beweist, dass wahre Fanliebe keine Grenzen kennt.