Fußball allgemein

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Beitragvon hallogenscher » 15.03.2026, 20:49

zum Thema "Schiris werden immer schlechter" bzw. Schiris ganz allgemein:

von web.de:

Aytekins Aussagen erschüttern die Bundesliga
Aktualisiert am 15.03.2026, 12:30 Uhr
Deniz Aytekin, Schiedsrichter, Bundesliga, Fußball, Kritik, Bilanz
Nach 250 Bundesligaspielen zieht Deniz Aytekin Bilanz. Seine Kritik richtet sich nicht nur gegen Fans, sondern gegen ein System, das Schiedsrichter zu oft allein lässt. © IMAGO/HMB-Media/Joaquim Ferreira


Wenn einer der besten deutschen Schiedsrichter vor seinem Jubiläum von Hass und Eskalation spricht, darf die Bundesliga nicht weghören.

Pit Gottschalk
Eine Kolumne
von Pit Gottschalk
Diese Kolumne stellt die Sicht von Pit Gottschalk dar. Informieren Sie sich, wie unsere Redaktion mit Meinungen in Texten umgeht.
250 Bundesligaspiele lang hat Deniz Aytekin Entscheidungen getroffen, für die er keinen Applaus erwarten durfte – aber auch keine Drohungen verdient hat. Und doch zieht einer der profiliertesten deutschen Schiedsrichter am Ende seiner Karriere eine Bilanz, die dem Fußball ins Gewissen fahren sollte.

Sein Fazit ist keine Nörgelei eines Frustrierten. Es ist eine ernstgemeinte Abrechnung mit einem System, das seine eigenen Unparteiischen im Stich lässt. Wer Aytekin zuhört, hört nicht nur einen einzelnen Referee. Er hört eine Diagnose. Er sagt: "Die Stimmung eskaliert jedes Wochenende."

Der Befund ist eindeutig, und er ist bitter. "Menschenverachtende Äußerungen", Hass, Beleidigungen, Drohungen – Aytekin zählt auf, was er und seine Kollegen nach jedem Spieltag ertragen müssen, und er tut es in einer Nüchternheit, die mehr erschreckt als jede Emotion. Man brauche, sagt der dreimalige Schiedsrichter des Jahres, "wahnsinnig viel innere Stabilität", um damit umzugehen.

Was für ein Satz.

vor 9 Stunden
Bundesliga-Schiedsrichter unter Dauerbeschuss
Kein Profi in diesem Sport – kein Spieler, kein Trainer, kein Funktionär – würde diese Jobbeschreibung akzeptieren. Nur Schiedsrichter sollen es klaglos aushalten. Das ist kein Ausnahmefall mehr. Das ist für einen Schiri Normalzustand.


Was Aytekin beschreibt, ist kein Problem einzelner Fans oder eines hitzigen Abends im Stadion. Es ist ein Klimaproblem, das den gesamten Profifußball durchzieht. Die Leute seien "extrem emotionalisiert", urteilten "zu schnell und zu ungnädig", ohne sich die Mühe zu machen, Entscheidungen in ihrem Kontext zu verstehen – so beschreibt Aytekin eine Gesellschaft, die reflexartig reagiert statt reflektiert. Und der Fußball verstärkt diesen Reflex, anstatt ihm entgegenzuwirken.

Weder Vereine noch Medien noch Verbände haben ernsthaft daran gearbeitet, das Klima rund um Schiedsrichter zu verändern. Die Eskalation kommt nicht aus dem Nichts. Sie wird zugelassen.

Die Verantwortung des Systems
Dabei wäre das Gegenmittel kein Hexenwerk. Aytekin nennt es selbst: mehr Reflexion, mehr Dialog, mehr echtes Interesse am Gegenüber. Stattdessen gibt es nach jedem Spieltag die übliche Empörungsroutine, in der das nächste strittige Tor, der nächste vermeintliche Elfmeter zur existenziellen Frage stilisiert wird – von Vereinsvertretern, die Schiedsrichter öffentlich vorführen, von Sendeformaten, die aus jedem Grenzfall ein Skandal-Snippet schneiden, von Kommentarspalten, in denen sich Hass ungehindert entlädt. Dass eine 100-prozentige Trefferquote bei Entscheidungen – wie Aytekin selbst sagt – nicht einmal mit modernster Technik erreichbar ist, kommt in dieser Debatte kaum vor. Es passt nicht in die Dramaturgie des Outrage.


Aytekin schließt eine künftige Tätigkeit im Schiedsrichterwesen des DFB nicht aus. "Wenn ich einen sinnvollen Beitrag leisten kann, dann werden wir sicher einen Weg finden", sagt er. Man kann das als Versöhnlichkeit lesen – oder als Herausforderung an den Verband.

Denn die eigentliche Frage ist, ob der DFB bereit ist, die Erkenntnisse eines seiner erfahrensten Referees ernsthaft zu nutzen. Nicht für eine Broschüre, nicht für ein Pressegespräch. Sondern für eine strukturelle Antwort auf das, was Aytekin beschreibt: ein System, das Schiedsrichter zu oft verheizt, statt sie zu schützen.
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Beitragvon Henry Chinaski » 17.03.2026, 10:18

Themenwechsel: Hab gestern in BR 3 die Lebenslinien geschaut. Jimmy Hartwig wurde portraitiert! Ist zwar schon von 2020, aber war sehenswert, viele Parallelen zu Charly Graf!
Das Problem ist, das die intelligenten Menschen voller Zweifel und die Dummen voller Zuversicht sind!
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Beitragvon waldhof-fanatisch » 17.03.2026, 10:34

Ich gebe Aytekin recht, dass Schiedsrichter viel aushalten müssen. Aber war das vor 20 oder 40 Jahren anders? Auch damals gab es doch regelmäßig Situationen, wo Vereinsoffizielle nach dem Spiel den Schiedsrichter am liebsten für vogelfrei erklärt hätten oder aber Schiedsrichter beim Gang in die Kabinen mit Regenschirmen udgl. gegen Feuerzeugwürfe geschützt werden mussten.

Und damals war das quasi ein ehrenamtlicher Job. Heute bekommt ein Schiedsrichter in der 1. Liga 5.000-6000 Euro, in der 2. Liga 2.500-3.000 Euro pro Spiel. Hinzu kommt, dass bei besonders wichtigen Entscheidungen der VAR mittlerweile eine Teilverantwortung übernimmt. Also das ist doch wirklich Jammern auf hohem Niveau.

Sehr viel problematischer finde ich die Situation in den unteren Ligen (Oberliga abwärts), wo Schiedsrichter regelmäßig bei strittigen Entscheidungen gefährlichen Situationen ausgesetzt sind. Und da sind nicht immer Polizei, Sicherheitskräfte oder deeskalierende Vereinsverantwortliche zur Stelle. Genau das führt aktuell auch zu einem starken Nachwuchsproblem und damit auch zu einem Nachwuchsproblem für den Fußball. Denn ohne Schiedsrichter kann ein offizielles Spiel schlecht stattfinden, nicht mal in der Kreisliga.
Ultras Mannheim sind keine Waldhof-Fans!

C. Beetz raus!!!
Zuber raus!!!
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Beitragvon Markus » 19.03.2026, 21:33

waldhof-fanatisch hat geschrieben:Ich gebe Aytekin recht, dass Schiedsrichter viel aushalten müssen. Aber war das vor 20 oder 40 Jahren anders? Auch damals gab es doch regelmäßig Situationen, wo Vereinsoffizielle nach dem Spiel den Schiedsrichter am liebsten für vogelfrei erklärt hätten oder aber Schiedsrichter beim Gang in die Kabinen mit Regenschirmen udgl. gegen Feuerzeugwürfe geschützt werden mussten.

Und damals war das quasi ein ehrenamtlicher Job. Heute bekommt ein Schiedsrichter in der 1. Liga 5.000-6000 Euro, in der 2. Liga 2.500-3.000 Euro pro Spiel. Hinzu kommt, dass bei besonders wichtigen Entscheidungen der VAR mittlerweile eine Teilverantwortung übernimmt. Also das ist doch wirklich Jammern auf hohem Niveau.

Sehr viel problematischer finde ich die Situation in den unteren Ligen (Oberliga abwärts), wo Schiedsrichter regelmäßig bei strittigen Entscheidungen gefährlichen Situationen ausgesetzt sind. Und da sind nicht immer Polizei, Sicherheitskräfte oder deeskalierende Vereinsverantwortliche zur Stelle. Genau das führt aktuell auch zu einem starken Nachwuchsproblem und damit auch zu einem Nachwuchsproblem für den Fußball. Denn ohne Schiedsrichter kann ein offizielles Spiel schlecht stattfinden, nicht mal in der Kreisliga.

Da gab es aber noch kein SocialMedia, was die Probleme wesentlich erhöht hat, weil das Pöbeln sich nicht mehr alleine auf die Spieltage bezieht sondern auch jeder Zeit im Netz weiter geht .... Und das sind Menschen. Nicht jeder geht gleich gut damit um .... Daher ist es auf jeden Fall extremer wie vor Jahren.
Ich respektiere generell das Recht eines jeden Menschen auf freie Meinungsäußerung. Ich nehme dieses Recht aber auch für mich in Anspruch.
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Beitragvon mischamei » 20.03.2026, 07:34

Markus hat geschrieben:
waldhof-fanatisch hat geschrieben:Ich gebe Aytekin recht, dass Schiedsrichter viel aushalten müssen. Aber war das vor 20 oder 40 Jahren anders? Auch damals gab es doch regelmäßig Situationen, wo Vereinsoffizielle nach dem Spiel den Schiedsrichter am liebsten für vogelfrei erklärt hätten oder aber Schiedsrichter beim Gang in die Kabinen mit Regenschirmen udgl. gegen Feuerzeugwürfe geschützt werden mussten.

Und damals war das quasi ein ehrenamtlicher Job. Heute bekommt ein Schiedsrichter in der 1. Liga 5.000-6000 Euro, in der 2. Liga 2.500-3.000 Euro pro Spiel. Hinzu kommt, dass bei besonders wichtigen Entscheidungen der VAR mittlerweile eine Teilverantwortung übernimmt. Also das ist doch wirklich Jammern auf hohem Niveau.

Sehr viel problematischer finde ich die Situation in den unteren Ligen (Oberliga abwärts), wo Schiedsrichter regelmäßig bei strittigen Entscheidungen gefährlichen Situationen ausgesetzt sind. Und da sind nicht immer Polizei, Sicherheitskräfte oder deeskalierende Vereinsverantwortliche zur Stelle. Genau das führt aktuell auch zu einem starken Nachwuchsproblem und damit auch zu einem Nachwuchsproblem für den Fußball. Denn ohne Schiedsrichter kann ein offizielles Spiel schlecht stattfinden, nicht mal in der Kreisliga.

Da gab es aber noch kein SocialMedia, was die Probleme wesentlich erhöht hat, weil das Pöbeln sich nicht mehr alleine auf die Spieltage bezieht sondern auch jeder Zeit im Netz weiter geht .... Und das sind Menschen. Nicht jeder geht gleich gut damit um .... Daher ist es auf jeden Fall extremer wie vor Jahren.


Ja das ist eben die Social Media Seuche, dass viele sich trauen in der Anonymität zu pöbeln ! Wäre mal interessant wie es wäre wenn anonym nicht mehr geht
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Beitragvon Richie Naawu » 20.03.2026, 08:53

mischamei hat geschrieben:
Markus hat geschrieben:
waldhof-fanatisch hat geschrieben:Ich gebe Aytekin recht, dass Schiedsrichter viel aushalten müssen. Aber war das vor 20 oder 40 Jahren anders? Auch damals gab es doch regelmäßig Situationen, wo Vereinsoffizielle nach dem Spiel den Schiedsrichter am liebsten für vogelfrei erklärt hätten oder aber Schiedsrichter beim Gang in die Kabinen mit Regenschirmen udgl. gegen Feuerzeugwürfe geschützt werden mussten.

Und damals war das quasi ein ehrenamtlicher Job. Heute bekommt ein Schiedsrichter in der 1. Liga 5.000-6000 Euro, in der 2. Liga 2.500-3.000 Euro pro Spiel. Hinzu kommt, dass bei besonders wichtigen Entscheidungen der VAR mittlerweile eine Teilverantwortung übernimmt. Also das ist doch wirklich Jammern auf hohem Niveau.

Sehr viel problematischer finde ich die Situation in den unteren Ligen (Oberliga abwärts), wo Schiedsrichter regelmäßig bei strittigen Entscheidungen gefährlichen Situationen ausgesetzt sind. Und da sind nicht immer Polizei, Sicherheitskräfte oder deeskalierende Vereinsverantwortliche zur Stelle. Genau das führt aktuell auch zu einem starken Nachwuchsproblem und damit auch zu einem Nachwuchsproblem für den Fußball. Denn ohne Schiedsrichter kann ein offizielles Spiel schlecht stattfinden, nicht mal in der Kreisliga.

Da gab es aber noch kein SocialMedia, was die Probleme wesentlich erhöht hat, weil das Pöbeln sich nicht mehr alleine auf die Spieltage bezieht sondern auch jeder Zeit im Netz weiter geht .... Und das sind Menschen. Nicht jeder geht gleich gut damit um .... Daher ist es auf jeden Fall extremer wie vor Jahren.


Ja das ist eben die Social Media Seuche, dass viele sich trauen in der Anonymität zu pöbeln ! Wäre mal interessant wie es wäre wenn anonym nicht mehr geht

Da wäre ich dann auch raus. Am Ende wird man dann gestalked und gezwungen mit Dir zusammen ein Bier zu trinken ... :mrgreen:
Man darf jetzt nicht alles so schlecht reden, wie es war.... (Fredi Bobic)
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Beitragvon Jonas_SVW » 27.04.2026, 10:39

Das Video wurde mir vorgeschlagen, vielleicht interessiert es wen, wollte es euch nicht vorenthalten. Bisschen Kult am schönen Montagmorgen

ABRISS oder UMBAU dieser LEGENDE? Ein Tag Fan von: FC Arminia Ludwigshafen | Fußball-Stadion-Vlog:
https://youtu.be/1ja1mfG0EJU?is=MTpMxkYAf_1IwTHa
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Beitragvon Volkstribun » 27.04.2026, 19:58

Einfach die Flutlichtmasten abmontieren und als römische Ausgrabungsstätte deklarieren :mrgreen: :mrgreen: .
Hengen, Lieberknecht, Ritter - die Trias des schlechten Benehmens!
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Beitragvon brandlu » 27.06.2026, 18:03

https://www.rheinpfalz.de/lokal/speyer_artikel,-stadion-umbenennung-jule-brand-kommt-zur-feier-_arid,5902549.html

Das Verbandsgemeindestadion wird umbenannt in Jule-Brand-Stadion.

Damit das 1. Stadion, das nach einer Fußballerin benannt wird.
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