Frauen EM 2022

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Beitragvon Worschtler » 15.07.2022, 09:24

Das ist eine EM, und zwar in einer Phase, in der der Männerfußball noch in der Vorbereitung steckt.
Ich denke einige hier (und zwar Leute, die offenbar keine intimen Kenner der Frauenfußballszene sind) sind einfach mal zufällig bei einem der Spiele hängengeblieben (bei mir wars England-Norwegen) und waren dann überrascht, auf was für einem Niveau die Topteams dieser EM inzwischen agieren. Und dann wollten sie ihrer Überraschung Luft machen und wissen, ob das anderen ähnlich ging. Und was die Berichterstattung angeht sollte man eher mal Kritik in die andere Richtung üben. Wie sonnenkönig schreibt, sind die Expertinnen bei den Frauen ja soviel angenehmer im Auftreten und soviel "gegroundeter", dass es auch nicht sehr viel Phantasie braucht, um sich vorzustellen, mit wem die Profis von ARD und ZDF lieber zusammenarbeiten.
Noch dazu gilt dasselbe ja auch für die Spielerinnen. Wenn ich das richtig verstanden habe, haben die in der Coronapause alle zusammen für den Trainer-B-Schein gebüffelt und am Ende auch alle bestanden. Ist ja irre! Und als sie da im Flieger an der Frohms oder Frohme vorbeilaufen und nach einem Interview fragen, sagt die, geht nicht, sie schreibt gerade an ihrer Hausarbeit. Da kapiere ich auch ohne Genderdebatte, dass diese Mädels klarer im Kopf sind als ich das beispielsweise jemals war. Die taugen sogar zum Vorbild. Wäre schön, wenn man das auch mal wieder von unseren Jungs sagen (und vor allem denken) könnte.
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Beitragvon Träumer » 15.07.2022, 09:28

SvenZ hat geschrieben:Anscheinend scheint der Frauenfußball doch beliebter zu werden wenn man die Medienpräsens momentan sieht, ist das echtes Interesse oder der neueste „Gender“ Hype ?

Das Spiel gegen Spanien haben sich 8 Mio angeschaut, dass ist schon sehr beachtlich. Meins ist es aber nicht.
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Beitragvon Worschtler » 15.07.2022, 10:06

Träumer hat geschrieben:
SvenZ hat geschrieben:Anscheinend scheint der Frauenfußball doch beliebter zu werden wenn man die Medienpräsens momentan sieht, ist das echtes Interesse oder der neueste „Gender“ Hype ?

Das Spiel gegen Spanien haben sich 8 Mio angeschaut, dass ist schon sehr beachtlich. Meins ist es aber nicht.

Das liegt allerdings wohl schon sehr am sympathischen Auftreten der Akteurinnen. Aber wie gesagt: da können sich die Männer ruhig mal das eine oder andere abschauen.
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Beitragvon sonnenkoenig » 15.07.2022, 13:55

Was mich stört ist immer dieses herablassende gehabe ist j anur Frauenfussball. Warum eigentlich Frauenfussball? Bei anderen Sportarten ist es Leichtatheltik und keine Frauenleichtathletik, oder Eishockey und kein Fraueneishockey, oder habt ihr schonmal Frauenbasketball, Frauenhandball oder Frauenhockey gehört? Die Sportarten heißen wie sie sind, ohne extra "Frauen" voranzustellen.

Es ist Fussball, die spielen nach den gleichen Regeln fertig aus.

Das Männer und Frauen andere körperliche Voraussetzungen haben ist logisch, das es deshalb andere Leistungswerte gibt ist damit klar. Aber die Technik ist gleich. Ich (Mann) mag vielleicht schneller sein oder mehr Ausdauer haben, aber am Ball sehe ich dann alt aus.

WEr sich Bundesliga anschaut und dann Verbandsliga wird auch einen Unetrschied feststellen was das Tempo angeht oder die Technik.

Also hört endlich auf zu behaupten das ist kein oder schlechter Fussball
Mein erstes Mal:
28.01.1984
Block B
19. Spieltag SV Waldhof : Eintracht Braunschweig
2:2 (1:0) 1:0 Dickgießer (22.); 1:1 Tripbacher (58.); 2:1 Hein (64.); 2:2 Tripbacher (90.)
Zuschauer: 14.000
Schiedsrichter: Günther Risse
Besondere Vorkommnisse: Rote Karte für Pahl (80.)
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Beitragvon highdelberg » 15.07.2022, 14:16

schade, dass auf meine fachlichen fragen bisher nicht eingegangen wurde :(
worschtler, dein lob für den fussball (f) könnte man auch als üblen zeriss interpretieren.
blackbalou: dreieck, dreieck, banane - sage ich schon lange!

technisch ist das schon oft gut anzusehen, im vergleich zum anderen fussball sind die räume und auch die tore extrem groß, daher kann man das nicht vergleichen.
torfrau mit 1.68m ist halt irgendwo schwierig...
im breitensport sieht es leider (wieder?) ziemlich mau aus. es spielen nur noch wenige mädchen fussball, und das niveau najaaaa.
gefühlt werden alle, die einigermaßen kicken können, direkt in höhere klassen gezogen oder sie gehen nach hoffenheim oder zum ksc.

mmn wurde da auch in den medien eine begeisterung suggeriert die sich in der realität nicht abbildet. sieht man ja ganz gut an den besucherzahlen der bundesliga oder auch jetzt bei der em.

und ja, auch in anderen sportarten wird von damen-x gesprochen, beim eishockey gibt es sogar spezielle regeln wie. z.b. keine checks oder die pflicht ein vollvisier tragen zu müssen - wo bleibt da die gleichberechtigung auf die chance eingeschlagener zähne...??!11!!!
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Beitragvon dinamo79 » 15.07.2022, 16:05

highdelberg hat geschrieben:...

mmn wurde da auch in den medien eine begeisterung suggeriert die sich in der realität nicht abbildet. sieht man ja ganz gut an den besucherzahlen der bundesliga oder auch jetzt bei der em.
...


Aus dem Grund stören mich auch die immer wiederkehrenden Forderungen nach "equal pay", da man Leistungssport nicht mit Leistungen in der Wirtschaft oder sonst wo vergleichen kann.

Wenn eine Frau und ein Mann die selbe Arbeit mit dem selben output verrichten, sollen sie auch gleich entlohnt werden. Im Sport hingegen ist die Bezahlung auch von der Attraktivität für Zuschauer und vor allem Sponsoren abhängig und entscheidend. Das beginnt ja bereits bei Vereinen und Nationalmannschaften, oder käme jemand auf die Idee der Nationalmannschaft von Honduras die gleichen Prämien zuzugestehen wie der Deutschen? Geschweige denn bei der individuellen Bezahlung der Spieler.

Oder wieso verdienen Basketballer und Handballer nicht ebenso viel wie Fussballer?!

Sport und hier besonders der heutige Fussball generiert seine Einnahmen aus der Attraktivität und das spiegelt sich entsprechend in der Bezahlung sowie Prämien nieder. Ich bin durchaus für gleiche Trainings- und Spielbedingungen, jedoch nicht für ein pauschales equal pay. Wer mehr Geld einbringt, soll auch mehr bekommen.

Wobei wir über die Absurdität heutiger Bezahlungen, Ablösesummen und Prämien nicht diskutieren müssen. Da gilt für mich mehr denn je: Against modern football!
…doch wenn der Schuss sitzt, ist die Welt wieder ok!!
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Beitragvon Worschtler » 16.07.2022, 10:18

highdelberg hat geschrieben:schade, dass auf meine fachlichen fragen bisher nicht eingegangen wurde :(
worschtler, dein lob für den fussball (f) könnte man auch als üblen zeriss interpretieren.

Mit der fachlichen Frage meinst Du jetzt aber nicht die Sache mit der Geschlechtsumwandlung von Kimmich, oder? Scherzkeks :lol:
Im übrigen kann ich nur sagen, dass ich bisher vom Frauenfußball tatsächlich nicht so begeistert war. Am Anfang (zumindest glaub ich, dass das der Anfang war) gab's mal ne Heidi Mohr, und wenn die gut drauf war, haben sie gewonnen. Ähnlich war es dann noch mit der Birgit Prinz, obwohl da dann schon ein paar mehr Spielerinnen auf dem Platz standen, die auch mal zum Erfolg beitragen konnten.
Dass man Frauen- und Männerfußball nicht vergleichen darf - wie ja Vogte bemerkte und ich weiter oben auch schon selber geschrieben hab - hab ich auch erst begreifen müssen. Ich denke sogar, die Frauen selber. Da gab's ja mal dieses berühmte WM-Vorbereitungsspiel gegen die A-Jugend von Bayern München, wo sie nachher alle weinend in der Kabine rumsaßen. Damals hab ich da drüber auch noch gelacht. Wenn man aber erstmal soweit ist, dass man das klar trennt, dann kann man doch über die Jahre und Jahrzehnte ganz deutliche Fortschritte erkennen. Ob das in der Breite auch so ist, dazu kann ich einfach gar nix sagen. Da kenn ich mich nicht aus. Aber zumindest die Top-Teams dieser EM haben inzwischen Spielerinnen von einer Qualität in ihren Reihen, dass es sich lohnt, auch mal über die Taktik nachzudenken. Solange wie Du regelmäßig zwei, drei oder noch mehr Totalausfälle auf dem Feld hast, ist das ja vergebliche Liebesmüh. Beeindruckt haben mich natürlich vor allem die Engländerinnen. Der Unterschied zwischen denen und den Norwegerinnen ist genau der Gap, der meine Wahrnehmung von Frauenfußball beschreibt. Das Niveau der Norwegerinnen war das, was ich allgemein erwartet hab, das der Engländerinnen, dasjenige wo sich der Frauenfußball (unbemerkt von mir :wink: ) hinentwickelt hat. Und auch das Ergebnis (8:0) stellt diesen Abstand zwischen erwarteter und gezeigter Leistung ziemlich perfekt dar. Und dann schaut mal halt auch mal, wie die anderen Teams so drauf sind und da wächst dann die Verwunderung. Die Spanierinnen, die Holländerinnen, die Französinnen... sogar die Belgierinnen mit diesem unglaublich disziplinierten Spiel gegen ein französisches Team, das individuell zehnmal besser besetzt ist - das ist wirklich beeindruckend. Und das gilt auch für die Deutschen. Gegen Spanien hat nicht alles geklappt, aber die Raumaufteilung war über weite Strecken so perfekt, dass man bald einen Lehrfilm draus machen könnt. Andere Sachen waren diskutabel, zum Beispiel, wie tief man sich aufstellt. Die Positionierung der Abwehrreihe 25 Meter vor dem eigenen Tor geht vielleicht auch nur gegen eine Mannschaft gut, die vor lauter Tikkitakka vergißt wo das Tor steht. Aber um es auch hier wieder abzukürzen: dass man sich überhaupt mal über sowas Gedanken macht, das ist der Fortschritt. Jetzt ist es Fußball, und das war es davor (in meinen Augen) eher nicht. Und wenn es dazu noch hübsche Mädel sind wie die Giulia (die sich ja mit einer Anmut bewegt, dass ich jetzt dann auch mal den Namen Beckenbauer fallen lass) oder so Rotzlöffel wie die Lisa Freigang, dann schmälert das meine Sympathien und mein Vergnügen nicht. :wink:
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Beitragvon Worschtler » 16.07.2022, 11:14

Gemeint war übrigens die Lisa, die Laura heißt.
Auf meine Namensschwäche ist auch bezüglich der Frauen Verlaß :wink:
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Beitragvon highdelberg » 19.07.2022, 10:59

Worschtler hat geschrieben:
highdelberg hat geschrieben:schade, dass auf meine fachlichen fragen bisher nicht eingegangen wurde :(
worschtler, dein lob für den fussball (f) könnte man auch als üblen zeriss interpretieren.

Mit der fachlichen Frage meinst Du jetzt aber nicht die Sache mit der Geschlechtsumwandlung von Kimmich, oder? Scherzkeks :lol:

In Zeiten, in denen weibliche Insassen von ihrer Trans_*mitgefangenen geschwängert werden, ist das schwer zu beantworten für mich... total kaputt alles
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Beitragvon blauschwarz17 » 22.07.2022, 09:36

Hoffen wir Mal unsere Mädels kommen nicht ins Finale (Anstoß 31.07. 18uhr), da dies uns gegen Kiel ein paar Eventzuschauer kosten könnte;-)
Einmal Waldhof immer Waldhof, einmal Lautrer immer Inzucht!

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