Presse 20.10.2023
Verfasst: 07.11.2023, 17:48
Unter der Woche tagte der Mannschaftsrat
Bei den Mannheimern herrschte vor dem Dortmund-Duell Redebedarf.
"Zuhause", sagt Waldhof-Trainer Rüdiger Rehm, "zuhause sind Siege für uns eigentlich immer Pflicht." Aber diesmal vielleicht noch ein bisschen mehr: Elf Spiele, zwölf Punkte – das ist ein Stotterstart, den die Buwe da in die Dritte Liga hingelegt haben. Borussia Dortmund II, das am Freitagabend, 19 Uhr, zum Flutlicht-Duell im Carl-Benz-Stadion aufkreuzt, soll zum Wendepunkt werden. Zurück in die Spur der ersten Partien will man, als von Spiel zu Spiel eine Steigerung zu erkennen war. Ansätze, die Mut machten.
Zuletzt ging es eher in die andere Richtung. Hinten wacklig, vorne ohne Ideen. Buwe, die eine leichte Beute für die Gegner waren. Das jüngste Negativ-Beispiel war die zweite Halbzeit beim 1:3 in Bielefeld. Mit einer Führung im Rücken stiefelte man zurück auf den Platz, um kurz darauf völlig auseinanderzubrechen.
"Diese zweite Halbzeit mussten wir unter der Woche analysieren", stellte Rehm auf der Spieltags-Pressekonferenz klar. Nachdenklich sah er da aus, berichtete von einem klärenden Gespräch mit dem Mannschaftsrat. "Da haben wir wichtige Dinge angesprochen, weil mit so einer Halbzeit wie in Bielefeld können und wollen wir nicht leben."
Es gelte wieder besser gegen den Ball zu arbeiten, aber auch gewisse "offensive Muster" reinzubekommen. "Eigentlich waren wir da schon auf einem sehr guten Weg, doch wir dürfen jetzt nicht in der Vergangenheit leben." Kämpfen und siegen lautet deshalb das Motto gegen eine Borussia, die brandgefährlich ist und mit vielen talentierten Fußballern anreisen wird.
Sehr gut aus Waldhof-Sicht: Laurent Jans, 31, der zuletzt fehlte, ist von seiner Länderspiel-Reise mit Luxemburg zurückgekehrt. Rehm schwört auf ihn, bezeichnet ihn als Leader. Als einen Mann, der nur ganz schwer zu ersetzen ist.
Das gilt auch für Fridolin Wagner, 26. "Frido" war bislang nicht wegzudenken, im Mittelfeld und später in der Dreierkette gesetzt. Nun sind die Wagner-Festspiele aber erst einmal vorbei. Auf der Bielefelder "Alm" knickte er in der Schlussphase weg. Der SVW spricht von einer Verletzung am Knie und mehreren Wochen Pause. Nur gut, dass Julian Rieckmann, 23, seine Gelbsperre abgesessen hat. Vieles spricht dafür, dass er mit Per Lockl im Mittelfeld aufläuft.
Und Bentley Baxter Bahn? Der hat seine Rücken-Probleme auskuriert, trainiert auch wieder mit. Bei hundert Prozent scheint er aber noch nicht zu sein. Viel wird am Freitag auch wieder von den Fans abhängen. Dank ihrer Wucht, vor allem wegen der Anhänger, die immer treu auf der Otto-Siffling-Tribüne stehen, wurde schon so manches Heimspiel zum Freudenfest. Dennoch darf man eines nicht verschweigen: Seit ein paar Wochen ist ein Rückgang bei den Zuschauerzahlen nicht zu übersehen. Bis Donnerstagmorgen wurden nur 5800 Karten abgesetzt, mit maximal 8000 Fans dürfte somit gegen Dortmund zu rechnen sein.
Der Ausweg aus dem Zuschauer-Schwund: Kämpfen, beißen, kratzen. Endlich über 90 Minuten die Waldhof-Tugenden auspacken. Dann klappts’s auch wieder mit einem "vollen Haus".
Quelle: Rhein-Neckar-Zeitung
Bei den Mannheimern herrschte vor dem Dortmund-Duell Redebedarf.
"Zuhause", sagt Waldhof-Trainer Rüdiger Rehm, "zuhause sind Siege für uns eigentlich immer Pflicht." Aber diesmal vielleicht noch ein bisschen mehr: Elf Spiele, zwölf Punkte – das ist ein Stotterstart, den die Buwe da in die Dritte Liga hingelegt haben. Borussia Dortmund II, das am Freitagabend, 19 Uhr, zum Flutlicht-Duell im Carl-Benz-Stadion aufkreuzt, soll zum Wendepunkt werden. Zurück in die Spur der ersten Partien will man, als von Spiel zu Spiel eine Steigerung zu erkennen war. Ansätze, die Mut machten.
Zuletzt ging es eher in die andere Richtung. Hinten wacklig, vorne ohne Ideen. Buwe, die eine leichte Beute für die Gegner waren. Das jüngste Negativ-Beispiel war die zweite Halbzeit beim 1:3 in Bielefeld. Mit einer Führung im Rücken stiefelte man zurück auf den Platz, um kurz darauf völlig auseinanderzubrechen.
"Diese zweite Halbzeit mussten wir unter der Woche analysieren", stellte Rehm auf der Spieltags-Pressekonferenz klar. Nachdenklich sah er da aus, berichtete von einem klärenden Gespräch mit dem Mannschaftsrat. "Da haben wir wichtige Dinge angesprochen, weil mit so einer Halbzeit wie in Bielefeld können und wollen wir nicht leben."
Es gelte wieder besser gegen den Ball zu arbeiten, aber auch gewisse "offensive Muster" reinzubekommen. "Eigentlich waren wir da schon auf einem sehr guten Weg, doch wir dürfen jetzt nicht in der Vergangenheit leben." Kämpfen und siegen lautet deshalb das Motto gegen eine Borussia, die brandgefährlich ist und mit vielen talentierten Fußballern anreisen wird.
Sehr gut aus Waldhof-Sicht: Laurent Jans, 31, der zuletzt fehlte, ist von seiner Länderspiel-Reise mit Luxemburg zurückgekehrt. Rehm schwört auf ihn, bezeichnet ihn als Leader. Als einen Mann, der nur ganz schwer zu ersetzen ist.
Das gilt auch für Fridolin Wagner, 26. "Frido" war bislang nicht wegzudenken, im Mittelfeld und später in der Dreierkette gesetzt. Nun sind die Wagner-Festspiele aber erst einmal vorbei. Auf der Bielefelder "Alm" knickte er in der Schlussphase weg. Der SVW spricht von einer Verletzung am Knie und mehreren Wochen Pause. Nur gut, dass Julian Rieckmann, 23, seine Gelbsperre abgesessen hat. Vieles spricht dafür, dass er mit Per Lockl im Mittelfeld aufläuft.
Und Bentley Baxter Bahn? Der hat seine Rücken-Probleme auskuriert, trainiert auch wieder mit. Bei hundert Prozent scheint er aber noch nicht zu sein. Viel wird am Freitag auch wieder von den Fans abhängen. Dank ihrer Wucht, vor allem wegen der Anhänger, die immer treu auf der Otto-Siffling-Tribüne stehen, wurde schon so manches Heimspiel zum Freudenfest. Dennoch darf man eines nicht verschweigen: Seit ein paar Wochen ist ein Rückgang bei den Zuschauerzahlen nicht zu übersehen. Bis Donnerstagmorgen wurden nur 5800 Karten abgesetzt, mit maximal 8000 Fans dürfte somit gegen Dortmund zu rechnen sein.
Der Ausweg aus dem Zuschauer-Schwund: Kämpfen, beißen, kratzen. Endlich über 90 Minuten die Waldhof-Tugenden auspacken. Dann klappts’s auch wieder mit einem "vollen Haus".
Quelle: Rhein-Neckar-Zeitung