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Presse, 21.06.2011

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Presse, 21.06.2011

Beitragvon Internet-Hool » 21.06.2011, 13:26

Große Trauer über Adieles Tod

Ehemalige Vereine würdigen den unter mysteriösen Umständen verstorbenen Ex-Waldhöfer als Musterprofi

Der frühere Fußball-Profi Echendu Adiele ist in seiner nigerianischen Heimat Port Hartcourt wahrscheinlich Opfer eines Giftanschlags geworden. Der 32-jährige Innenverteidiger, der zuletzt für den TSV Amicitia Viernheim in der Verbandsliga gespielt hatte und in der Zeit von 2007 bis 2009 beim SV Waldhof zum Publikumsliebling avanciert war, verbrachte in Afrika einen Kurzurlaub. In der Nacht auf Samstag wurde er um zwei Uhr Ortszeit von seinem Rechtsanwalt tot im Bett aufgefunden. Eine Autopsie soll die Todesursache klären. Der zuletzt im westfälischen Dormagen wohnende Vorzeigeprofi hinterlässt seine Frau Agnes (30) sowie die Söhne Rafael (6) und Samuel (8).

Sein Berater Rainer Derber sagte zur "BILD"-Zeitung, Adiele habe in Nigeria ein Haus kaufen wollen und hätte das Geld der Familie bei sich gehabt. In seinem Umfeld heißt es aber auch, er hätte zuletzt wohl private Probleme gehabt. Anne-Marie Kaspers, Afrika-Expertin an der Universität Frankfurt, schloss sogar eine Familientragödie nicht aus: "Gerade in Nigeria haben Rituale, bei denen es um Neid, Missgunst und Geld geht, in den letzten Jahren stark zugenommen."

Würzburg als nächstes Ziel

Ehemalige Weggefährten reagierten geschockt. Marco Laping, Waldhofs ehemaliger Kapitän und enger Freund Adieles, sagte: "Wir haben sechs Jahre gemeinsam beim 1. FC Saarbrücken gespielt, später zwei weitere Jahre in Mannheim. Wir waren immer Zimmerkollegen. Ich bin fassungslos." Stürmer Ermin Melunovic berichtete: "Vor acht Tagen haben wir zusammengesessen. Er hat mir seine Pläne erzählt und von einem Angebot, beim bayerischen Landesligisten Würzburger Kickers tätig sein zu können. Ich bin schwer getroffen von der Nachricht." Waldhofs Sportlicher Leiter Günter Sebert und sein Kollege Dieter Ferner aus Saarbrücken würdigten Adiele als "Musterprofi, sportlich und menschlich". Sebert meinte: "Er war ein grundsolider, disziplinierter Spieler, auf den man sich stets verlassen konnte." Walter Pradt, der den von seinen Freunden als "Master" oder "Eche" gerufenen Adiele als Co-Trainer am Alsenweg kennenlernte, betonte: "Adiele war einer der wenigen Spieler, auf die man immer zu 100 Prozent setzen konnte."

Mit Bestürzung reagierten auch Adieles Ex-Vereine SV Darmstadt 98, Borussia Neunkirchen und Fortuna Düsseldorf auf die Tragödie. Dorthin war Nigerias ehemaliger U-23-Nationalspieler im Jahr 1999 aus Westafrika gewechselt. 2000 verpasste Adiele knapp die Qualifikation für Olympia in Athen, 2008 erhielt er die deutsche Staatsbürgerschaft.

Ferner schloss ein Freundschaftsspiel in der Wintervorbereitung zwischen den beiden Klubs, die Adiele am meisten am Herzen lagen, nicht aus: "Saarbrücken gegen Waldhof - das wäre durchaus eine gute Sache." Auch der TSV Amicitia, zu dem der Verteidiger in der Winterpause gewechselt war, will laut des Sportlichen Leiters Reinhold König, "der Familie in irgendeiner Form helfen".

Nach Informationen dieser Zeitung ist es Adieles Wunsch gewesen, in Saarbrücken beigesetzt zu werden. "Hier hatte er seine zweite Heimat", weiß Marco Laping.

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